Geschichte des Bogenschießens


Die Geschichte des Bogenschießens reicht Jahrtausende zurück. Man geht aufgrund von Funden diverser Pfeilspitzen aus Feuerstein, die auf ein Alter von 14000 Jahren datiert werden, davon aus, dass bereits steinzeitliche Jäger mit Pfeil und Bogen jagten. Höhlenmalereien belegen das zwar, tatsächliche Bogenfunde aus dieser Zeit liegen aber nicht vor. Die ersten Bogenfunde sind mindestens 8000 Jahre alt. Es handelt sich um die Funde aus Holmegard in Dänemark. Das Bogendesign ist ein Flachbogen, der an den Enden extrem verjüngt wurde. Die Vorteile dieser Bauweise sind hohe Stabilität und Robustheit im Biegebereich bei gleichzeitig niedrigem Gewicht an den Wurfarmenden. Durch diese Konstruktion sind hohe Pfeilgeschwindigkeiten bei guter Beherrschbarkeit erreicht worden. Aufgrund dieser hochentwickelten handwerklichen Leistung ist anzunehmen, dass eine jahrtausendelange Phase des „Trial and Errors“ voranging.

Der Bogen ist somit eine der ältesten „Maschinen“ der Menschheit. Vermutlich ist das Rad gegenüber dem Bogen eher eine „neumodische“ Erfindung. Einige Autoren stellen Thesen über Zeiträume bis zu 40000 Jahre in den Raum.

Wie so viele andere Jagdwerkzeuge wurde auch der Bogen im Laufe der Jahrtausende zur wichtigen Waffe in allen Auseinandersetzungen der Menschheit bis ins späte Mittelalter. In den unterschiedlichen Kulturen entwickelten sich unterschiedliche, hoch effektive Bogenformen, die an die jeweiligen Bedürfnisse und Kriegstechniken der Kulturen angepasst waren.

Beispielhaft zu nennen sind zum einen kurze, schnelle, extrem gebogene Bögen, die aus Horn, Holz und Häuten in Kompostitbauweise gefertigt wurden. Diese Bögen wurden vom Pferderücken auf kurze Distanzen geschossen. Meist sind sie im asiatischen Raum und bei den Ureinwohnern Nordamerikas zu finden. Die bekannteste Kriegstechnik mit diesen Bögen ist der sogenannte Partherschuss, bei dem der Reiter seinen Pfeil im Vorbeiritt nach hinten abschießt. Die Taktik zielte darauf ab, den Feind auf seiner weniger geschützten Rückseite oder an den Flanken zu treffen.

Dem gegenüber stehen zum anderen klassische englische Langbögen zumeist aus Eibenholz in gerader Bauform mit D-Profil. Die englischen Langbögen prägten aufgrund ihrer hohen Reichweite und Durchschlagskraft zahlreiche Legenden. Geschossen wurde mit den Langbögen eher auf ein vorherbestimmtes Zielgebiet als auf Einzelziele. Eintausend Langbogenschützen waren so in der Lage, ein Zielgebiet mit bis zu 500 kg Pfeilen pro Minute zu bestreichen. Man spricht von „Pfeilregen“ oder „Pfeilhagel“, da aufgrund der ballistischen Flugbahn auf weite Entfernungen die Pfeile eher von schräg oben herabregneten. Dies führte dazu, dass es schwer war, vor ihnen Deckung zu finden. Moderne Artillerietaktiken gehen in ihren Ansätzen auf die Zeit des englischen Langbogens zurück.

Mit dem Aufkommen der Armbrüste und Feuerwaffen verlor der Bogen gegen Ende des 15. Jahrhunderts als Kriegswaffe immer weiter an Bedeutung, kehrte zurück zu seinen Ursprüngen als Jagdgerät und hielt schließlich im 19. und 20. Jahrhundert Einzug in den (olympischen) Wettkampf- und Freizeitsport.

Unsere Mythologie und Geschichtsschreibung ist eng mit dem Bogen verknüpft. Dieses archaische Erbe steckt noch in uns allen und wartet nur darauf wieder aufgespürt zu werden.

Was ist 3D-Bogenschießen?


Im Laufe des letzten Jahrhunderts hat sich der Bogensport weg von seinen urtümlichen Wurzeln hin zu einem hochtechnisierten Sport entwickelt. Diese Entwicklung hat leider auch weg von der Konzentration auf das Wesentliche, dem Erlebnis Bogenschießen, geführt. Im Bereich des olympischen Recurvebogenschießens und vor allem bei den Compoundschützen steht die Technik der Bögen sehr im Vordergrund. Die modernen Wettbewerbe sind auch immer Materialschlachten. Visiereinrichtungen mit optischer Vergrößerung, Stabilisatoren, mechanische Auszugskontrollen, Auslösevorrichtungen sowie Wind- und Entfernungsmessungen prägen hier das Bild. Schießergebnisse unterscheiden sich oft nur noch im Millimeterbereich.

In den letzten Jahrzehnten hat nun aber wieder eine Rückbesinnung eingesetzt. Das Bogenschießen in seiner ursprünglichen Form, mit traditionellem oft selbstgebautem Material, hat einen enormen Aufschwung erlebt und wieder viele begeisterte Anhänger in der ganzen Welt gefunden.
Das 3D Bogenschießen ist aus dem traditionellen Bogenschießen entstanden und kombiniert das eigentliche Schießen mit einer Wanderung über den Parcours zu einem abwechslungsreichen Naturerlebnis. Insbesondere Kinder in Begleitung Erwachsener können so ein echtes kleines Abenteuer in der Natur erleben, indem sie auf Robin Hoods Spuren wandeln.

Was aber ist 3D Bogenschießen nun konkret? Ein beliebter Spruch aus den Kreisen der 3D Bogenschützen sagt folgendes: „3D steht für: Drüber… Drunter… Drin!“. Da ist bei aller Scherzhaftigkeit natürlich etwas Wahres dran. Denn gemeint ist mit 3D das Schießen aus unterschiedlichen, oft unbekannten Distanzen in steigendem, geradem oder fallendem Gelände. Dazu kommt außerdem, dass die Ziele dreidimensionale Nachbildungen von unterschiedlich großen Tieren in freier Wildbahn und manchmal sogar bewegt sind. Der Schütze muss also mit vielen Faktoren gleichzeitig zurechtkommen, die von Ziel zu Ziel variieren, um einen Treffer zu landen. Deshalb kommt es oft erst bei wiederholtem Versuch dazu, dass der Pfeil auch tatsächlich sein Ziel findet.

Die Szenarien sind möglichst „jagdlich“ gestellt. Das bedeutet, dass die Tiere teilweise etwas verdeckt stehen, hinter einem Gebüsch, einer Astgabel, dicht neben Bäumen oder in einer Senke. Das kann unter Umständen dazu führen, dass auch die Schussposition und Körperhaltung teilweise stark angepasst wird und man auch mal aus der Hocke, kniend oder sogar liegend schießen muss. Die Konzentration auf den Zielpunkt in freier Natur zu erleben, die verschiedenen Geländestrukturen unter den Füßen zu spüren, kilometerlange Laufwege auf den Parcours zu bewältigen – all dies verbindet uns mit der Vergangenheit. Es hilft uns aber auch, uns besser im Hier und Jetzt zu spüren und zurechtzufinden.

Ablauf einer Parcours-Runde

Beim 3D-Bogensport läuft es prinzipiell ähnlich wie bei einer Golfrunde ab. Man läuft an einer vorgegebenen Strecke entlang durch das Gelände, um an verschiedenen Stationen zu schießen.
In der Regel bestehen die Parcours aus etwa 30 Stationen. An den einzelnen Stationen befinden sich jeweils nummerierte Abschusspflöcke und die dazugehörigen Ziele oder Zielgruppen. Es werden im Standart-Wertungssystem bis zu drei Pfeile auf ein Ziel abgeschossen. Wird das Ziel getroffen, wird gewertet. Je nachdem mit welchem der maximal drei Pfeile getroffen wurde, werden dann mehr oder weniger Punkte notiert. Die Tiere haben zusätzlich noch einen sogenannten „Kill“-Bereich, der über den lebenswichtigen Organen Herz und Lunge liegt und markiert ist. Die Markierung ist nicht immer auf die Entfernung sichtbar, so dass auch hierbei ein gewisses Maß an Erfahrung dazu gehört, um zu wissen, wo man hinschießen sollte. Sitzt ein Pfeil „im Kill“, bedeutet das noch zusätzliche Punkte für den Schützen.
Eine Steigerung der Schwierigkeit besteht im sogenannten Hunter-Wertungssystem. Das Hunter-Wertungssystem ist dem Sinn nach noch jagdlicher gestaltet, da lebende Tiere im „echten Leben“ in der Regel nicht stehen bleiben würden, wenn sie beschossen werden. Eine Chance auf einen weiteren Schuss gibt es in der Regel nicht. Deshalb hat man also für ein Ziel jeweils nur einen Pfeil.
Für Kinder mit leichteren Bögen und Anfänger gibt es Abschusspflöcke in reduzierter Entfernung, damit sich für alle am Ende des Tages auch ein persönliches Erfolgserlebnis einstellen kann.

Sicherheit und rechtlicher Rahmen beim 3D Bogenschießen

Zuerst ein Wort an die Tierfreunde: Das Jagen mit dem Bogen ist im deutschen Jagdrecht nicht vorgesehen! Wer also mit dem Bogen auf lebende Tiere schießt (selbst wenn er einen Jagdschein für das jeweilige Revier hätte), macht sich strafbar! Wir schießen nur auf Nachbildungen von Tieren aus speziellem beschussgeeignetem Schaummaterial. Sind Tiere oder gar Menschen innerhalb des Sicherheitsbereiches der Schießstände, ist das Schießen sofort einzustellen, bis der Bereich wieder frei und somit sicher ist!

Sicherheit spielt in allen Sportarten heute eine große Rolle, insbesondere bei jeglicher Art des Schießens sind aber zusätzliche Sicherheitsvorschriften von Nöten. Unsere Sportgeräte (nicht Waffen… dazu später mehr…) bergen aufgrund ihrer ursprünglichen Zweckmäßigkeit potentiell das Risiko, schwere bis tödliche Verletzungen herbeizuführen. Dessen muss sich jeder verantwortungsvolle Schütze stets im Klaren sein. Deshalb gelten auf allen 3D Bogenparcours strikte Sicherheitsregeln. Durch die Anordnung der Stationen im Gelände und entsprechende Wegführung sind ausreichende Sicherheitszonen eingerichtet, die einen sicheren Ablauf gewährleisten. Solange sich jeder Schütze an diese Regeln und die vorgegebenen Wegführungen hält, ist der 3D Bogensport nicht gefährlicher als eine Wanderung oder eben eine Golfrunde.

Der Vereinsparcours der Ysenburger Bogenschützen ist ein nicht öffentlicher Parcours und darf von Gastschützen nur in Begleitung einer ortskundigen Schießstandaufsicht aus dem Verein benutzt werden! Jeder, der den Parcours benutzen möchte, egal ob Vereinsmitglied oder Gast, muss vorher die geltenden Parcoursregeln lesen, verstehen und sich mit seiner Unterschrift verpflichten, diese zu befolgen. Detaillierte Infos zu unserem Parcours finden Sie hier(LINK).

Der Bogen ist ein reines Sportgerät. Er fällt nicht unter das Waffengesetz und unterliegt nicht den Restriktionen der Waffenverordnung. Die rechtliche Situation wird durch das Waffengesetz (WaffG) geregelt. Entscheidend für die Beurteilung sind dabei §§ 1 und 2 WaffG sowie die dazugehörigen Anlagen. Die Anlage 1 zum WaffG (zu § 1 Absatz 4 WaffG) definiert in Abschnitt 1, Unterabschnitt 2, Nummer 2 als den Schusswaffen gleichgestellt Gegenstände „… bei denen bestimmungsgemäß feste Körper gezielt verschossen werden, deren Antriebsenergie durch Muskelkraft eingebracht wird…“, was soweit auch den Bogen beschreiben würde. Jedoch folgt dann die Einschränkung „… und durch eine Sperrvorrichtung gespeichert werden kann.“ Somit gilt die Nummer 1.2.2 der Anlage 1 zwar für Armbrüste, aber nicht für Bögen. Auch an keiner anderen Stelle der Anlage 1 wird der Bogen erwähnt oder eine entsprechende Definition für ihn verwendet. Eindeutig wird die Situation dann mit der Anlage 2 zum WaffG (zu § 2 Absatz 2 bis 4 WaffG). Die Waffenliste der Anlage 2 schließt in Abschnitt 3, Unterabschnitt 2, Nummer 2 Schusswaffen teilweise vom Gesetz aus „… bei denen feste Körper durch Muskelkraft ohne Möglichkeit der Speicherung der so eingebrachten Antriebsenergie durch eine Sperrvorrichtung angetrieben werden.“ (also auch Bögen). Damit ist der Bogen explizit keine Waffe nach dem WaffG. Diese Tatsache soll allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass moderne Sportbögen aber auch historische oder selbstgebaute Bögen, wie oben bereits erwähnt, durchaus (lebens)gefährliche Gegenstände sind, insbesondere wenn sie unsachgemäß oder leichtsinnig verwendet werden. Auf keinen Fall sollte man sich dazu hinreißen lassen, Pfeil und Bogen als Spielzeuge zu betrachten!

Material und Ausrüstung

Was benötigt man für den 3D Bogensport?

Die grundlegenden Dinge sind ein Bogen, Pfeile, ein Köcher und Schutzausrüstung für Finger und Arme. Kleidung und Schuhwerk sind natürlich der Witterung und dem Gelände angepasst zu wählen. Im Prinzip kann man davon ausgehen, dass man sich so anziehen sollte, wie bei einer Wanderung. Allerdings sollte man darauf achten, dass Jacken oder Pullover eher eng anliegend sind, da sich die Bogensehne sonst beim Schuss in der Kleidung verfangen kann.

Was kostet das alles und wann oder wo kaufe ich das?

Auf Fragen zur Bekleidung werden wir hier nicht weiter eingehen, das sollte jeder selbst wissen, auf den Pfeil- und Bogenbereich natürlich schon.

Generell ist jedem Anfänger zu raten, zuerst einmal mit geliehener Ausrüstung zu beginnen. Die Ysenburger Bogenschützen haben zu diesem Zweck einen Fundus an Leihbögen und Pfeilen sowie Schutzausrüstung zur Verfügung. Der Bogen und die Pfeile sowie die Schutzausrüstung müssen zum Schützen passen. Hierfür gibt es verschiedene Richtwerte, nach denen wir grob das Material bestimmen und es fast jeder körperlichen Voraussetzung anpassen können. Am Ende muss man das dann vor Ort mit verschiedenen Bögen- und Pfeilkombinationen einfach mal kurz ausprobieren und dann kann es losgehen.

Wer sich jetzt denkt „… ach, Quatsch, kostet doch nicht die Welt so ein Bogen und ein Paar Pfeile… Bestell ich mir jetzt einfach im Internet“, dem sei gesagt: Ja, das ist wohl wahr und der Bogen, der dann ankommt wird auch für den Anfang qualitativ recht ordentlich sein und mit etwas Glück und einer passenden Tabelle stimmt sogar der Spinewert der ausgesuchten Pfeile. Aber ohne es vorher einmal getestet zu haben, wird das Material vermutlich nicht optimal zu einem passen.
Der Kardinalfehler, den wir immer wieder sehen ist, dass der Bogen einfach zu stark gewählt wird. Gerade die Herren der Schöpfung neigen hier schnell zur Selbstüberschätzung. Es gibt nichts Schlimmeres am Anfang einer Bogensportkarriere als ein zu starker Bogen. Anfänger müssen sich zu Beginn auf viele Dinge gleichzeitig konzentrieren. Das fängt beim richtigen Stand und der korrekten Arm und Handhaltung an. Das Zusammenspiel des Materials muss einem vertraut werden. Der richtige Ankerpunkt muss gefunden werden. Das Zielen ohne Fixpunkte am Gerät (z.B. Kimme und Korn beim Gewehr) will gelernt werden. Entfernungen einschätzen, der richtige Ablass und und und… wenn man dann einen zu starken Bogen hat, bei dem man immer denkt „…oh ich muss jetzt schnell loslassen sonst reißen mir die Sehnen in den Fingern“, der kann nicht in Ruhe üben! Traditionelles „intuitives“ Bogenschießen lernt man nur durch Erfahrung und viele Schüsse. Wer aufgrund eines zu starken Bogens nach 20 Pfeilen keine Kraft mehr in Armen und Rücken hat, der hat bald den Spaß verloren, weil sich kein Erfolg einstellt.
Außerdem sollte man sowieso erst einmal sehen, ob der Sport wirklich was für einen ist, bevor man Geld ausgibt.
Wenn dann aber nach einer kurzen Zeit mit einem Leihbogen klar ist, was man möchte und braucht, bekommt man zwischen 100€ und 150€ schon ein gutes Anfängerset, mit dem man eine Weile gut zurecht kommt. Am Anfang ist es nicht ratsam, gleich den High-End-Bogen vom Bogenmacher zu kaufen. Sowohl Auszugslänge als auch das mögliche Zuggewicht, das man bequem bewältigen kann, wird sich gerade in der ersten Zeit, je nach Trainingsintensität, noch extrem steigern. Da kann es durchaus passieren, dass man schneller über seinen Bogen und die Pfeillänge hinauswächst, als einem vielleicht lieb ist.

Es gibt so viele unterschiedliche Formen von Bögen, was nehme ich denn für einen?

Wir unterscheiden grundsätzlich zwischen folgenden Klassen:

Technische Bögen mit Anbauteilen und Visieren:
Olympic Recurve
Compound Bögen

Bogenarten ohne Visierung oder Anbauteile (Ausnahme Bogenköcher):
(Jagd)Recurve Bögen ein- oder mehrteilig
Moderne Langbögen ein- oder mehrteilig
Hybridbögen ein- oder mehrteilig
Primitivbögen
Reiterbögen
Kyudo Bögen

Für das 3D Bogenschießen können rein theoretisch alle Bogenklassen verwendet werden, allerdings empfiehlt es sich, nicht unbedingt einen technischen Bogen zu wählen. Compound Bögen werden (wie bei uns auch) aufgrund örtlicher Gegebenheiten oft für die Benutzung auf Bogenparcours gesperrt, da es aufgrund der sehr hohen Pfeilgeschwindigkeit zu Sicherheitsproblemen kommen würde. Die Olympic Recurve Bögen sind mit ihren Anbauteilen wie Stabilisatoren und aufwändigen Visieren einfach zu sperrig in der Form und zu filigran in der Technik, um mit ihnen weite Strecken durch Wald, Gebüsch und Wiesen zu laufen.

In der Regel werden für den 3D Bogensport die Bogenformen ohne Visiere oder Anbauteile benutzt. Eine Ausnahme sind Kyudo Bögen, die speziell für das japanische Kyudo bestimmt sind, und hier keine Rolle spielen. Die Auswahl des Bogens hängt etwas vom Können des Schützen ab, da es natürlich aufgrund technischer Gegebenheiten große Unterschiede in der Handhabbarkeit der unterschiedlichen Bauformen gibt. In erster Linie ist es aber auch eine Frage des persönlichen Geschmacks und der Ziele, die man erreichen möchte, welche Art des Bogens man letztendlich auswählt.

Recurve Bogen

Wenn man die Grundlagen mit relativ schnellem Erfolgserlebnis erlernen möchte und es dabei komfortabel mag, sollte man einen Recurve Bogen wählen. Recurvebögen zeichnen sich insbesondere durch die kompakte Bauform und den ruhigen Abschuss aus. Durch die Pfeilauflage, die es durch einen Ausschnitt im Bogen, das sogenannte Pfeilfenster, ermöglicht, den Pfeil sozusagen durch den Bogen hindurch zu schießen, wird bei den Recurvebögen eine sehr gerade Flugbahn erreicht. Die Mittelteile dieser Bögen biegen sich nicht mit und sind recht schwer, was dem Bogen zusätzlich Schussruhe verleiht. Insgesamt sorgt die Bauform dafür, dass diese Bögen „fehlerverzeihender“ sind als die der anderen Bauformen. Um das System optimal einzustellen, empfehlen sich Fieberglas-, Alu- oder am besten Carbonpfeile. Das Pfeilgewicht kann relativ niedrig gewählt werden, was zu einer gestreckteren Flugbahn führt. Der Recurve Bogen ist der präziseste Bogentypus und wird daher bei Turnieren mit mehreren Klassen in der Regel mit dem niedrigsten Multiplikator gewertet, die Konkurrenz ist in dieser Klasse am größten.

Moderner Langbogen

Moderner Langbogen

Wenn man eher traditionell eingestellt ist und es etwas klassischer mag, bietet sich der moderne Langbogen an. Auch ihn gibt es mit Pfeilauflagen ähnlich wie bei den Recurve Bögen, nur nicht mit ganz so tief eingeschnittenen Pfeilfenstern. Moderne Langbögen haben im Vergleich ein geringeres Gewicht als die Recurves und biegen sich teilweise auch im Griff. Der Langbogen ist optisch graziler, aber dafür insgesamt nicht ganz so ruhig im Schuss. Je nach Qualitätsklasse und Pfeilgewicht haben die modernen Langbögen unter Umständen auch etwas „Handschock“, was bedeutet, dass der Bogen einen Teil der Energie an die Hand des Schützen zurückgibt. Wenn man es etwas kerniger mag, kann man es ganz nett finden, wenn der Abschuss ein bisschen spürbarer ist. Moderne Langbögen werden mit Holzpfeilen oder etwas schwereren Carbonpfeilen geschossen. Das Pfeilgewicht spielt eine Rolle bei der Langlebigkeit der Bögen. Wird ein Bogen mit zu leichten Pfeilen geschossen, kann er auf Dauer Schaden nehmen. Der moderne Langbogen ist etwas für den Individualisten, der einen schicken Bogen in klassischer Optik möchte, aber trotzdem nicht ganz auf Bequemlichkeit verzichten will. Die Hybridbögen sind ein Zwischending zwischen Recurve- und Langbogen und vereinen die Eigenschaften beider Arten.

Primitivbogen

Wer es ein bisschen archaischer mag, der greift zum Primitivbogen. Primitivbögen sind alle Bögen, die in reinen Naturmaterialien gefertigt werden, ohne Kunststoffe oder Metalle, ohne Glasfaser- oder Carbonlaminierungen. Holz, Sehnen, Häute oder Horn sind bei der Herstellung die Mittel der Wahl. Der Bogen wird von Hand aus einem Stück Holz (Selfbow) gefertigt und gegebenenfalls mit einem sogenannten Backing belegt (Kompositbauweise). Diese Backings können aus Holz, aus Sehnen oder aus Häuten bestehen. Primitivbögen werden über den Handrücken geschossen, Pfeilfenster sind in der Klasse nicht erlaubt. Man verwendet in der Primitivbogenklasse vorwiegend (außer vielleicht zu Trainingszwecken) natürlich Holzpfeile. In Turnieren sind Holzpfeile meistens sogar Pflicht. Da der Primitivbogen aufgrund der Materialien und dem Design nicht die Präzision eines modernen Bogens erreicht, ist er nicht unbedingt erste Wahl für blutige Anfänger. Es ist natürlich möglich, mit einem Primitivbogen anzufangen, Trainingserfolge werden jedoch etwas länger brauchen, um sich einzustellen. Ein ganz besonderer Reiz besteht natürlich darin, so einen Bogen einmal selbst zu bauen. Für einen traditionellen Bogenschützen ist es ein besonderer Moment den ersten Pfeil von einem selbst gebauten Bogen ins Kill fliegen zu sehen! Den ganzen Prozess vom Spalten des Holzes bis zum ersten Pfeilflug selbst zu gestalten, ist die ultimative Verbindung aller traditionellen Aspekte des Bogensports. Der Primitivbogenschütze ist so individuell wie sein Bogen, traditionelles Ambiente ist ihm wichtiger als der schnelle Erfolg.

Reiterbögen sind in der Regel den Primitivbögen zuzuordnen. Aufgrund ihres extremen Verhältnisses zwischen Auszug und (kurzer) Länge des Bogens sind diese Bögen recht schwer zu handhaben, da sie wenig Fehler verzeihen und eher unruhig schießen. Aufgrund ihrer ursprünglichen Verwendung sind Reiterbögen eher für kurze Entfernungen und schnelle Schüsse aus der Bewegung gedacht. Den Reiterbogen auf dem 3D Parcours zu meistern, bedarf schon einiges an Geschick. Reiterbögen sind eher etwas für Liebhaber. Klein, giftig, aber nicht gerade Präzisionsinstrumente.

Was passt nun zu mir?

Abschließend kann man zusammenfassen: Je moderner das Design, desto effektiver ist der Bogen. So gesehen müsste jeder automatisch einen Compound-Bogen wählen. Trotzdem ist die Entscheidung für einen Bogen auch immer eine Geschmacksache und natürlich auch vom beabsichtigten Einsatzszenario abhängig. Vergleichbar vielleicht mit der Auswahl eines Autos. Klar ist ein Sportwagen super auf Landstraßen und Autobahnen. Wenn es auch mal auf Feldwege geht und man mit dem Auto den Familienalltag bewältigen muss, passt vielleicht besser der Kombi oder SUV. Und manch einer liebt trotz allem Fortschritt einfach den Oldtimer, in dem er die Straße und den Motor noch ursprünglich und direkt spüren kann.

Bei der Entscheidungsfindung können wir natürlich gern assistieren. Bei den Ysenburger Bogenschützen gibt es einen großen Erfahrungsschatz und aktuelles sowie traditionelles Wissen über alle Bogenklassen hinweg (außer Compound, da eh verboten auf unserem Parcours).

Bogenbau


Das Bauen von Materialien, die zum Bogenschießen benötigt werden, wird hier mal grob unter Bogenbau zusammengefasst. Das komplette „System Bogen“ besteht in seiner Grundform aus dem Bogen, der Sehne und dem Pfeil. Alle drei Komponenten kann man mit entsprechendem Wissen und Anleitungen schön und auch mit sehr guten Resultaten selbst herstellen. Bei traditionellen Bogenschützen entwickelt sich oft der Wunsch, dies zu tun und dann einen ganz eigenen Bogen zu besitzen, ein Unikat, ein Stück eigener Arbeit, das ganz nach den eigenen Wünschen und Vorstellungen jahrelang treu seinen Dienst tut und dabei noch so toll aussieht, wie man selbst es gemacht hat. Oft entstehen dabei dann auch regelrechte Wiederholungstäter. Bögen kann man ja nie genug haben. Dieser Abschnitt soll keine vollständige Anleitung zum Bogenbau sein, davon gibt es schon genug gute im Internet, sondern kurz erklären, was die Faszination des Bogenbaus ausmacht und warum man einen Bogen selbst bauen möchte, obwohl es doch so viel bessere maschinell gefertigte Bögen aus Hightech-Materialien zu kaufen gibt.

Bau des Bogens

„Nimm einfach ein Stück Holz und schneide alles weg, was nicht nach Bogen aussieht.“

(Frei zitiert nach Paul Comstock, Der gebogene Stock)

Dieses Zitat klingt zwar sehr trivial, beschreibt aber im Grunde das Wesen des Bogenbaus. Wie auch bei der Bildhauerei, liegt die Kunst darin, im Stück Holz erst einmal den Bogen zu sehen und ihn dann mit den geeigneten Methoden aus dem Material heraus zu arbeiten und ihm dabei seine uralte, wundervolle Funktion zu verleihen.

Die grundlegenden Schritte bei der Herstellung eines Bogens:

  • Auswahl eines geeigneten Holzes, dem sogenannten Stave. Das kann ein Stück eines gespaltenen Stammes, ein gerader Ast oder sogar nur ein Sprössling sein. Der Stave sollte möglichst gerade, astfrei und in geeigneter Weise getrocknet sein. Das Holz muss sich natürlich generell zum Bogenbau eignen.
  • Festlegen der Mitte des Bogens in Längs- und Querrichtung, grobe Bestimmung des gewünschten Designs und grober Zuschnitt der Form.
  • Je nachdem ob die gewählte Holzart das verlangt, Freilegen des oberen Jahresringes auf der Rückenseite des Bogens.
  • Abtragen von Material an Seiten und Bauch des Bogens, bis er beginnt sich zu biegen. Erreichen des sogenannten Bodentillers.
  • Gegebenenfalls Aufbringen von Backings auf den Bogenrücken.
  • Einschneiden von Sehnenkerben und Aufspannen mit einer Tillersehne auf dem Tillerbaum.
  • Tillern des Bogens auf dem Tillerbaum, wobei der Bogen immer wieder mit einer Seilzugvorrichtung oder von Hand ausgezogen wird, um die Biegung zu kontrollieren und dann weiter Material an Seiten und Bauch des Bogens entfernt wird, bis die Biegung optimal ist und die Sehnenlage stimmt. Es wird nun so lange Material abgenommen, bis das gewünschte Zuggewicht beim entsprechenden Auszug erreicht ist. Gegen Ende erste Probeschüsse und Feinabstimmung.
  • Ausgestaltung des Griffes und der Wurfarmenden.
  • Schleifen, Lackieren und Verzieren. Das sogenannte Finish herstellen.
Sehnenbau

Der Bau einer Sehne ist der nächste Schritt, um das „System Bogen“ herzustellen. Verschiedene Materialien werden zum Sehnenbau verwendet. Man kann Sehnen aus traditionellen Materialien wie Pflanzenfasern oder Tiersehnen fertigen. Aufgrund der hohen Belastungen und aus dem Sicherheitsaspekt heraus werden heutzutage aber auch beim Primitivbogen eher Kunstmaterialien wie FastFlight oder Dacron verwendet. Man muss dabei bedenken: Reißt die Sehne des Bogens im Vollauszug, kann der Bogen seine gespeicherte Energie nicht an den Pfeil abgeben, es kommt zum sogenannten Leerschuss. Die Wurfarme schlagen nach vorne. Die gesamte Energie drückt ungebremst in den Rücken des Bogens, der eigentlich für Zugbelastung ausgelegt ist, und überdehnt gleichzeitig den für Druckbelastung bestimmten Bauch. Dies führt nicht selten zur Zerstörung des Bogens. Dabei kann es auch zu Verletzungen des Schützen kommen, wie man sich vorstellen kann.

Beim Herstellen von Bogensehnen werden immer einzelne Fasern, die Stränge, zu einer dünnen Schnur zusammengeflochten. Je nach Zuggewicht werden mehr oder weniger Stränge eingearbeitet. Es gibt in der Hauptsache zwei Methoden, die Sehne zu bauen. Die klassische flämische Spleißsehne und die Endlossehne. Das Erlernen des flämischen Spleißens ist etwas aufwändig und benötigt ein spezielles Brett, mit dem man arbeitet. Endlossehnen sind simpler in der Fertigung, allerdings sehen diese nicht so schön aus. Außerdem sind sie auch nicht so leistungsfähig wie flämische Spleißsehnen, da durch zusätzliche Wicklungen an den Öhrchen (Schlaufen am Ende der Sehne zum einhängen an den Bogenenden) auch das Gewicht der Sehne höher ist. Auf die Sehne wird nach dem Verflechten und Herstellen der Öhrchen noch eine Mittenwicklung angebracht. Die Mittenwicklung dient dazu, den Bereich der Sehne, den man mit der Hand greift, um den Bogen auszuziehen, vor Verschleiß zu schützen und einen sicheren Halt für die Nocke des Pfeils zu gewährleisten. Außerdem greift sich eine „etwas dickere Schnur“ auch angenehmer.
Auf der Mittenwicklung wird der Nockpunkt angebracht, der die Lage des Pfeils auf der Sehne fest definiert. Dies dient dazu, den Pfeil immer im optimalen Winkel zur Sehne „einnocken” zu können, um bei jedem Schuss gleiche Bedingungen des Gesamtsystems reproduzieren zu können.

Pfeilbau

Bei Erklärungen zum Thema Pfeilbau stolpert man zunächst über das Phänomen des Archer’s Paradox. Klingt komplizierter als es eigentlich ist und ist ein wichtiger Teil zum Verständnis des Spine-Wertes von Pfeilen. Wenn man sich den Moment des Ablasses der Sehne bis zum Verlassen des Bogens durch den Pfeil in extremer Zeitlupe betrachtet, stellt man fest, dass sich der Pfeil, während die Sehne sich direkt gerade auf den Bogen zu bewegt, um den Griff des Bogens herumschlängeln muss. Dabei verbiegt er sich zuerst in die eine und dann in die entgegengesetzte Richtung. Nachdem der Pfeil nun den Bogen verlassen hat, wird er noch einige Meter weit in dieser schlenkernden Bewegung weiterfliegen, bis die Federn ihn auf eine gerade Flugbahn stabilisieren.
Die Biegsamkeit des Pfeilschaftes wird als Spine-Wert bezeichnet. Stimmt der Spine-Wert nicht, kommt es zu Fehlern. Ist der Pfeil zu hart und kann er sich nicht richtig um den Bogen biegen, entsteht eine seitliche Abweichung in Richtung vom Bogen weg. Der Rechtshandschütze (RH) schießt dann also zu weit nach links. Bei einem zu weichen Pfeil gehen die Schüsse eher nach rechts daneben. Beim Linkshandschützen (LH) verhält es sich natürlich genau anders herum. Des Weiteren kann es bei unpassenden Spine-Werten dazu kommen, dass der Pfeil beim Abschuss hart an den Bogen anschlägt. Die gefährlichste Variante ist ein wesentlich zu weicher Pfeil, da es im Extremfall dazu kommt, dass der Pfeil beim Abschuss zerbricht. Hier besteht enormes Verletzungsrisiko für die Bogenhand des Schützen. Außerdem entspricht das auch wieder dem bereits erwähntem Leerschuss, was wiederum den Bogen gefährdet.
Die Wahl des richtigen Pfeilschaftes hängt also in erster Linie vom Spine-Wert ab. Die Wahl der Spitzen und die Gesamtlänge des Pfeils beeinflussen den Spine-Wert. Man kann mit dem Variieren des Spitzengewichtes den Spine-Wert auf das Gesamtsystem Bogen, Sehne, Pfeil und Ablass des Schützen fein abstimmen. Will man die richtigen Pfeile bestimmen, sucht man zunächst anhand von existierenden Listen den Schaft mit dem naheliegendsten Spine-Wert für das Zuggewicht des Bogens in der passenden Länge heraus.
Damit kann man dann den Rohschafttest machen. Hierbei wird mit einem Schaft ohne Federn, der eine Spitze mittleren Gewichts hat, auf eine Entfernung bis maximal 10 Metern auf eine Zielscheibe geschossen. Ziel ist es, den Pfeil ohne Federn schon so gerade wie möglich ins Ziel zu bekommen. Wegen der fehlenden Federn wird so schnell deutlich, ob der Schaft zu hart (RH: Pfeil steckt nach links geneigt im Ziel) oder zu weich (RH: Pfeil steckt nach rechts geneigt im Ziel) ist (für LH: zu weich/hart vertauschen). Nun kann man die Feinabstimmung über das Gewicht der Spitze machen. Grob gesagt gilt: schwerere Spitze = Pfeil wird insgesamt weicher; leichtere Spitze = Pfeil wird insgesamt härter.
Hat man einmal die richtige Kombination aus Schaft und Spitze gefunden, ist der Rest im Prinzip reine Fleißarbeit. Spitzen ein-/ankleben oder schrauben, Nocken einsägen oder ein-/ankleben, Federn ankleben und gegebenenfalls noch Wicklung drauf machen. Manche Schützen verzieren ihre Pfeile, indem sie unter den Federn noch Verzierungen (Crestings) auf den Schaft aufbringen.
Natürlich kann man den Pfeilbau beliebig verkomplizieren, indem man wirklich alles selbst macht, (Schäfte selber herstellen, Federn selbst stanzen, Pfeilspitzen schmieden…). Es gibt aber viele der Teile fertig zu kaufen, so dass man einen gut abgestimmten Pfeil, der sehr individuell gestaltet ist in zeitlich vertretbarem Rahmen selbst machen kann. Wir brauchen ja auch am Ende des Tages noch Zeit zum Schießen. Außerdem muss man immer bedenken, dass Pfeile, so wichtig ihre Qualität im Zusammenspiel auch ist, öfter mal zu Bruch oder schlicht verloren gehen. Pfeile sind, gerade bei Anfängern, die noch nicht so gut treffen, stark verlustbehaftetes Verbrauchsmaterial. Bei Holzpfeilen sagt man in dem Fall gern: „Der Wald hat’s gegeben… der Wald hat’s genommen.“

Bogenbau und Materialabstimmung bei den Ysenburger Bogenschützen

In unserem Verein gibt es eine wachsende Gemeinschaft von Bogenbau begeisterten Laien und mehreren Bogenbauern, die schon einen sehr hohen Grad der Perfektion erreicht haben. Bogenbau und Materialabstimmung sind fester Bestandteil des Vereinslebens. Es vergehen keine Trainingseinheiten oder gemütliche Beisammensein, bei denen wir uns nicht intensiv gegenseitig auf den neuesten Stand bringen, was aktuelle Bastelprojekte oder diese und jene Neuerung beim Material betrifft.
Der technische Wissensstand über Pfeil und Bogen und alle anderen Materialien rund um den Sport erreicht aufgrund des großen gemeinsamen Erfahrungsschatzes ein sehr hohes, professionelles Niveau. Wir geben dieses Wissen auch sehr gerne an jeden weiter, der es braucht oder aus reinem Interesse etwas darüber erfahren möchte.
In unregelmäßigen Abständen gibt es kleine Workshops, in denen wir am Wochenende oder einfach mal an einem Abend unter der Woche gemeinsam Bögen bauen. Wenn man einen Ysenburger Bogenschützen in seiner Freizeit sucht, guckt man am besten zuerst im Wald nach, findet man ihn dort nicht, dann vermutlich in der Werkstatt.
Im Rahmen des Museumsfestes der Keltenwelt am Glauberg 2015 wurden wir sogar mit einer Ausstellung zum Anfassen und einem Gästeschießen Teil der Sonderausstellung „Bogenschießen im Laufe der Jahrtausende“. Unser breites Fachwissen konnten wir dadurch einem großen öffentlichen Publikum zugänglich machen.